10:39:53 Montag, 23 September 2019

Eine unwegsame, aber wunderschöne Straße führt Sie in das Dorf Artenara, welches mit einer Höhe von 1270 m das höchste Dorf und auch eines der ältesten Dörfer der Insel ist. Eine Christus-Statue mit ausgebreiteten Armen, die an die berühmte Figur in Rio de Janeiro erinnert, heißt Besucher willkommen.

Dieses eigentümliche, am Berghang liegende Dorf ist zweifellos das spektakulärste der Insel, denn es besitzt viele Häuser, die in die festen Felsen der Höhlen aus prähistorischer Zeit gebaut wurden. Allerdings sehen einige von ihnen mit ihren gestrichenen Fassaden beinahe wie ganz gewöhnliche Häuser aus und die meisten der Höhlenhäuser verfügen über alle modernen Annehmlichkeiten.

Sie sollten sich unbedingt die Höhlenkirche La Ermita de la Cuevita anschauen, in der eine Statue der Virgen de la Cuevita steht, zu dessen Ehren am 15. August eine große Fiesta stattfindet. Wenn über dem Eingang keine Glocke hängen würde, würde man nur schwer erkennen, dass es sich hierbei um eine Kirche handelt. Die konventionellere Kirche des Dorfes ist die Iglesia de San Matías.

In der Nähe von Artenara, etwa 12 km westlich des Dorfes – und sogar bei schlechtem Wetter einen Besucht wert – beginnt das Naturschutzgebiet Pinar de Tamadaba, der größte Pinienwald auf der Insel. Nachdem Sie den Pico de Tamadaba (1444 m) erreicht haben, können Sie atemberaubende Ausblicke auf die Caldera de Tejeda, die Westküste und den Teide auf Teneriffa genießen. An nebligen Tagen verwandelt sich der Pinienwald in eine bezaubernde Märchenwelt mit riesigen Felsen zwischen den Bäumen und Flechten, die wie grüngelbe Schleier von den Zweigen hängen. Dieser Naturpark ist ein wahres Paradies für Wanderer und Naturbegeisterte.