01:15:34 Mittwoch, 24 Juli 2019

Zwischen den Schluchten Barranco de Aguatona im Norden und der Barranco de Guayadeque im Süden finden Sie einen der ältesten Orte auf Gran Canaria – Ingenio

Dieser kleine Ort, der heute vorrangig landwirtschaftlich genutzt wird, wobei überwiegend Tomaten geerntet werden, war im 16. Jahrhundert ein wohlhabendes Zentrum der Zuckerraffination. Ein Überbleibsel dieser Zeit ist eine alte Maschine zum Pressen von Zuckerrohr am östlichen Ortsrand. Diese hat dem Ort seinen Namen zu verdanken, denn Ingenio heißt Zuckermühle.

Heute ist der Ort vor allem für seine Stickereiarbeiten und das Museo de Piedra y Artesanía (Stein- und Handwerkskunstmuseum) bekannt, in dem Töpferwaren, Flechtarbeiten und landwirtschaftliche Werkzeuge sowie eine Fels- und Mineraliensammlung zu sehen sind. Außerdem gibt es eine Stickereischule, in der Besucher dabei zuschauen können, wie Stickereiarbeiten angefertigt werden.

Der schöne Plaza de la Candelaria bietet mit seinen modernen Brunnen und den schönen Häusern, die ihn umgeben, die Kulisse für die beeindruckende Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria. Diese im Kolonialstil erbaute Kirche beherbergt ein Bild der Schutzheiligen des Archipels – der Virgin de la Candelaria – und weist zwei Türme und eine weiße Kuppel auf, die auch in der Ferne noch sichtbar sind.

Ganz in der Nähe finden Sie in der Barranco de Guayadeque eine der bedeutendsten prähistorischen Grabstätten.