19:28:31 Freitag, 20 September 2019

Santa María de Guía war früher ein Teil von Gáldar, aber hat sich dann zu einem eigenständigen, kleinen bezaubernden Ort entwickelt. Hier wuchs der berühmteste und produktivste kanarische Architekt und Bildhauer, José Luján Pérez (1756–1815), auf.

Das Bild dieser schönen alten Stadt mit Kopfsteinpflasterstraßen und traditionellen Häusern wird von der Gemeindekirche Iglesia de Santa María de Guía geprägt, die 1607 erbaut wurde. Sie hat eine neoklassizistische Fassade und beherbergt viele bedeutende Arbeiten dieses Bildhauers. Sie erweckt den Eindruck, eher ein diesem Bildhauer gewidmetes Museum als eine Kirche zu sein.

Guía kennt man vor allem für seinen Queso de Flor (Blumenkäse). Dieser wird aus Milch und dem Saft der distelähnlichen Blume Artischocke hergestellt, was dem Käse seinen ungewöhnlichen und unverwechselbaren Geschmack verleiht. Er schmeckt überraschend gut und hat bereits viele Auszeichnungen gewonnen. Jedes Jahr werden in Guía von der letzten Aprilwoche bis zu den ersten Tagen im Mai die sehr beliebten Fiestas del Queso (Käsefeste) gefeiert.

Etwa 5 km östlich von Guía finden Sie die vorspanischen Cenobio de Valerón, eine Ansammlung von ca. 300 Höhlen, die auf unterschiedlichen Höhen aus dem weichen Stein ausgehöhlt wurden. Diese Höhlen wurden für die Lagerung von Getreide und für religiöse Rituale genutzt und waren aufgrund ihrer einzigartigen Lage sehr leicht zu verteidigen.