19:50:59 Freitag, 22 November 2019

Gáldar – der Name stammt von dem Begriff Agaldar ab, der übersetzt „Königliche Stadt“ heißt. Der Ort war einst das Zentrum der Kultur der Guanchen und verfügt daher über viele archäologische Stätten. Die Spanier haben das neue Gáldar nach der Eroberung 1484 gegründet. Gáldar war früher der Sitz von Tenesor Semidán (später unter dem Namen Fernando Guanarteme bekannt), einer der beiden Guanchen-Anführer auf der Insel, und der Ort ist stolz auf sein Erbe, was daran zu erkennen ist, dass viele Straßen Guanchen-Namen tragen. Diese nördlich gelegene Stadt war vor Las Palmas de Gran Canaria die Hauptstadt der Insel.

Heute ist Gáldar eine recht große und lebhafte Stadt, die sich am Fuße des Pico de Gáldar erstreckt. Sie besitzt einen idyllischen Platz, den Plaza de Santiago, hinter dem sich früher ein alter Königshof und eine kleine spanische Festung befanden. An diesem Platz erhebt sich die Iglesia de Santiago de los Caballeros. Der Bau dieser riesigen dreischiffigen Kirche begann im Jahr 1778, wurde aber erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt. Hervorzuheben sind ein grünes Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert und die Statuen von Christus und der Jungfrau Maria, die beide von José Luján Pérez angefertigt wurden.

An dem gleichen Platz befindet sich das ayuntamiento (Rathaus), auf dessen Hof ein riesiger Drachenbaum steht. Es heißt, er sei spätestens 1718 gepflanzt worden und daher gilt er als einer der ältesten Drachenbäume auf dem Archipel.

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Am sehenswertesten ist in Gáldar allerdings das El Museo y Parque Arqueológico Cueva Pintada (Museum und archäologischer Park „Bemalte Höhle“). Hier sind viele bunte geometrische Malereien der Guanchen zu sehen, die erst 1873 entdeckt wurden. Nachdem zwischen 1970 und 1974 Konservierungsarbeiten durchgeführt worden waren, wurde das Museum 1982 geschlossen, um die Malereien vor der Zerstörung durch die steigende Luftfeuchtigkeit zu bewahren. Im Juli 2006 wurde es wieder eröffnet.

Strandliebhabern wird ein kleiner Umweg nach Sardina del Norte empfohlen. Dieses kleine Strandjuwel liegt an der Nordküste und bietet einen wunderschönen goldenen Sandstrand sowie frisch zubereitete Sardinen in einem der zahlreichen Restaurants.

Auf der Straße nach Artenara finden Sie den Caldera de Los Pinos de Gáldar, einen riesigen Vulkankrater, der während der letzten Vulkanausbrüche auf der Insel entstand. Von hier aus haben Sie eine wundervolle Aussicht auf die gesamte Nordküste.

Nur 2 km nördlich von Gáldar finden Sie ein weiteres bedeutendes Erbe der Guanchen, einen Friedhof aus dem 11. Jahrhundert – den Túmulo de la Guancha. Im Jahr 1936 wurde diese letzte bekannte Ruhestätte bedeutender Guanchen bei einer archäologischen Grabung entdeckt. Die Leichen der 42 Guanchen, die wohl zum Königshaus ihrer Zeit gehörten, fanden in dieser Grabstätte, die „die königliche Grabstätte“ genannt wird und aus riesigen Lavablöcken errichtet wurde, ihre letzte Ruhe. Am Túmulo de la Guancha gibt es 30 weitere archäologische Strukturen.

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