01:19:14 Mittwoch, 24 Juli 2019

Auf den Kanarischen Inseln wachsen fast 2000 verschiedene Pflanzenarten, von denen ca. 700 endemisch sind. Nur Flora- und Faunabegeisterte mögen diese Pflanzen kennen, doch jeder kann ihre Schönheit, ihre eindrucksvollen Formen und kräftigen Farben überall auf der Insel bewundern.

In bergigen Gebieten in Höhen über 1000 Metern wächst die Kanarische Pinie (Pinus canariensis), die bis zu 60 m hoch werden kann. Es handelt sich hierbei um einen immergrünen Baum, der dank einer sehr harzreichen Baumrinde Waldbrände übersteht und Hunderte von Jahren alt wird. Seine Nadeln können 15-30 cm lang werden. Die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) wächst in Gebieten mit Strauchland und Halbwüsten. Sie ist hauptsächlich eine Zierpflanze. An ihr wachsen zwar einige wenige genießbare Früchte, aber nicht genügend, um es in Erwägung zu ziehen, sie zu essen. Eine der ungewöhnlichsten Arten, die man auf den Kanaren findet, ist der Drachenbaum (Dracaena draco). Dieser Baum wächst sehr langsam und hat entweder einen Stamm oder mehrere Stämme, die bis zu 12 m hoch werden. Die dichten Blätter formen eine Art Regenschirm. Der Baum braucht etwa zehn Jahre, um einen Meter groß zu werden. Es gibt zahlreiche tolle Exemplare dieses Baums auf den Kanarischen Inseln, wie den berühmten Drachenbaum auf Teneriffa, ein altes Exemplar in Icod de los Vinos im Norden der Insel. Man glaubt, dass dieser Baum über eintausend Jahre alt ist.

Eine der am weitesten verbreiteten Arten in den Lorbeerwäldern ist die Kanarische Stechpalme (Ilex canariensis), ein immergrüner Baum, der auch Kleinblättrige Stechpalme genannt wird. Es heißt, die Rinde dieses Baumes habe eine heilende Wirkung. Der Besen-Schöterich (Erysimum scoparium), ein hölzerner, endemischer Strauch mit rosa-malvenfarbigen Blüten, wächst in den höheren Regionen der Insel.

Geografie
Puerto de Mogán
Telde

Eine weitere endemische Pflanze ist die Kanaren-Wolfsmilch (Euphorbia canariensis), ein kaktusähnlicher Baum mit spindeldürren Zweigen und rötlichgrünen Blüten. Der weiße Natternkopf (Echium decaisnei), eine endemische Varietät des Raubblattgewächses, mit schwertförmigen Blättern und winzigen weißen Blüten, blüht auch in trockenen, bergigen Gebieten. Die Basaltfelsen an der Küste sind oft von einer weiteren unverwechselbaren, einheimischen Art bewachsen, von der Nymphendolde (Astydamia latifolia), die zu Beginn des Frühlings blüht. Die schöne Balsam-Wolfsmilch (Euphorbia balsamifera) findet man vor allem in Halbwüstengebieten.

Dies sind nur einige Beispiele, die wir aus der Vielzahl an einheimischen Pflanzen ausgewählt haben, die in den Mikroklimata der Insel wachsen. Zusätzlich zu den endemischen Arten finden Sie im Jardín Botánico Viera y Clavijo (in Tafira – nahe der Stadt Las Palmas) und im Cactualdea (ein Kakteenpark in San Nicolás de Tolentino) unzählige Arten, die aus allen Ecken der Welt importiert wurden. Weitere Informationen zum Jardín Botánico und zum Cactualdea finden Sie unserem Reiseführer unter „Aktivitäten“ und dort unter „Vergnügungs- und Themenparks“. Wenn Sie Rundfahrten über die Insel unternehmen, sehen Sie eine große Vielzahl an farbenfrohen, exotischen Pflanzen, die in all ihrer Pracht wild in ihrer natürlichen Umgebung wachsen.

Santa Lucía de Tirajana
Jardín Botánico
Pico de Las Nieves