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Cruz de Tejeda
Weiter westwärts durch das Zentralmassiv kommen wir in das kleine Dorf Tejeda und dem ganz in der Nähe liegenden Cruz de Tejeda (Kreuz von Tejeda), ein düsteres in Stein gemeißeltes Kreuz auf einem Bergpass in 1580 m Höhe über dem Meeresspiegel, das als imaginäres Zentrum der Insel Gran Canaria betrachtet wird.
Das Cruz de Tejeda ist ein beliebter Besichtigungspunkt, deshalb gibt es hier auch volle Restaurants und Café-Bars, Geschäfte, die Souvenirs oder andere lokale Spezialitäten verkaufen und einen Mann, der Eselsausritte für Kinder anbietet. Vom Parador Nacional, eine staatlich geführte Herberge am Rande des Kraters, und einigen anderen Aussichtspunkten in der näheren Umgebung genießen Sie phantastische Aussichten über die Berge und Täler der Insel. Wenn Sie es etwas ruhiger lieben, dann sollten Sie nicht an Wochenenden herkommen, da dieser Ort auch ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen ist.
Echte Bergwanderer und Bergsteiger sind natürlich mehr an den hohen Gipfeln dieser Gegend interessiert, aber es gibt hier auch einige relativ kurze und leichte Wanderungen für weniger trainierte Naturliebhaber, die einfach nur die spektakuläre Landschaftsszenerie auf diesen Wegen genießen wollen. Einige dieser Wanderungen verlaufen auf neuen Wegen, aber die meisten sind Caminos Reales (königliche Pfade), alte Pfade, die einst von den Guanches benutzt wurden, um sich in der Mitte der Insel fortzubewegen.
Das Dorf Tejeda, umgeben von terrassierten Kornfeldern, Obstgärten und Gemüsefeldern, nistet in ungefähr 1000 m Höhe über dem Meeresspiegel in den Hängen eines Kraters des gleichen Namens und besitzt viele archäologische Überreste wie Gräber, Höhlen, Felsgravierungen und -malereien.
Ohne den Tourismusaufschwung in dieser Gegend wäre Tejeda schon lange verwaist, da man allein von den landwirtschaftlichen Erträgen dieses kargen Landes nicht mehr überleben kann. In der Vergangenheit haben schon über 50 % der ehemaligen Bewohner ihr Dorf verlassen.
Heute ist Tejeda ein hübscher Ort, wo sich eine kurze Rast auf ein Erfrischungsgetränk oder ein Mittagessen lohnt. Wenn Sie schon einmal hier sind, sollten Sie unbedingt die köstlichen, lokalen Mandelspezialitäten Bienmesabe (wörtl.: “Es schmeckt mir gut”) und Marzipan probieren… oder auch kaufen.
Wenn Anfang Februar die Mandelbäume in voller Blüte stehen, stellt diese Region besonders schöne Landschaftsbilder zur Schau und zum ‘Fest der Mandelblüte’, am 7. Februar, stattet sich hier jeder in seiner besten Sonntagskleidung aus, um es der Natur gleich zu tun.
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