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Die Kanarier "Die Kanarier sind wie der gigantische Teide, äußerlich still wie eine Schneelandschaft und feurig im Herzen ..." (Volkslied).
Lange bevor die ersten europäischen Seeleute auf den Kanarischen Inseln eintrafen, waren alle sieben Inseln bewohnt. Man nimmt an, dass die Guanches, wie man die Eingeborenen nannte (‘gua’ bedeutet in der Guanche Sprache 'Mann' und ‘che’ steht für ‘weißer Berg’, was sich wahrscheinlich auf den Schnee bedeckten Teide Teneriffas bezieht), zwischen dem 5. und 1. Jh. v. Chr. von Afrika auf die Inseln gekommen sind. Spanischen Geschichtsaufzeichnungen zufolge waren die Guanches groß, gut gebaut, weißhäutig, blauäugig und blond.
Die 'Guanches' waren Höhlenbewohner, was in Anbetracht des auf den Inseln herrschenden Klimas eine logische Folgerung war. Eine Höhle war die ideale Behausung für Sommer und Winter, da sie den Menschen entweder Kühle oder Wärme bot. Außerdem eigneten sie sich auch hervorragend als Lagerplätze.
Aber wie kamen die 'Guanches' auf die Inseln, wenn es doch keinen Nachweis für Boote gab? Eigentlich weiß das niemand so genau, aber man nimmt allgemein an, dass sie von Piraten ausgesetzt oder von ihrem eigenen Volk als Straftäter verbannt worden waren. Eine andere Theorie besagt, dass sie mit Floßen aus Schilfrohr von Nordafrika herüber gekommen waren.
Obwohl die Altkanarier sich ihrem Leben in der Felslandschaft in Höhlen oder einfachen, aus Felsblöcken gebauten Hütten anpassten, waren sie nicht ganz so primitiv, denn sie besaßen eine relativ hoch entwickelte Gesellschaftsstruktur. Diese war von Insel zu Insel unterschiedlich, aber die meisten waren in Stämme unterteilt mit einem Häuptling an der Spitze, der wiederum von einem Ältestenrat kontrolliert wurde. Als die Spanier auf die Inseln kamen, betrieben die Guanches bereits Töpferei. Ihre Nahrungsmittelspeicher enthielten hauptsächlich Milch, Butter, Ziegenfleisch, Schweinefleisch und einige Früchte. Ihre Kleidung bestand aus Ledertuniken und aus Binsen geflochtene Westen. Sie hinterließen alphabetähnliche Zeichen sowie Felsgravierungen und Höhlenmalereien, deren Bedeutung allerdings unklar ist.
Da die Kanaren für lange Zeit als Brücke zwischen Europa, dem amerikanischen Kontinent und Afrika dienten, haben sich hier von früher Zeit an auch viele Mitglieder anderer Nationen besonders Händlerfamilien und Seefahrer angesiedelt. Deren Nachkommen sind voll in die kanarische Gesellschaft integriert und niemand würde ihnen den Status eines echten ‘Canario’ verwehren.
Etwa 96 Prozent der Einwohner der Kanaren sind römisch-katholisch und sehr traditionsbewusst, was man an den großen religiösen Feiertagen und besonders während der ‘Semana Santa’ (Heilige Woche vor Ostern), wo überall auf den Inseln ausgedehnte Feierlichkeiten stattfinden, feststellen kann.
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Die Kanarier
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Die Guanches
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• ANMERKUNG •
Das Gran Canaria von heute hat mit 465 Einwohnern pro Quadratkilometer nicht nur die größte Wohndichte des Archipels, sondern auch aller europäischen Regionen aufzuweisen. Fast die Hälfte der Inselbevölkerung konzentriert sich in der Hauptstadt Las Palmas, eine kosmopolitische Metropole mit einer großen ethnischen Mischung.
Die ‘Canarios’ von heute sind ein freundliches und heiteres, aber auch stolzes Volk. Die meisten von ihnen sind Abkömmlinge der spanischen Eroberer und Kolonisatoren sowie einiger Guanches. Gewöhnlich sind sie sehr aufgeschlossen und zeigen Besuchern gern ihr Land und ihre Kultur.
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