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Industrie und Wirtschaft
Die Wirtschaft der Kanarischen Inseln von heute basiert vor allem auf der Tourismusindustrie, die bis zu 80 % des Bruttoeinkommens der Inseln ausmacht. Hauptgrund für diese Entwicklung ist ein äußerst attraktives Klima, das das ganze Jahr über Millionen von Touristen anzieht, ohne dass ein Ende der Steigerungsraten absehbar wäre.
Daneben, allerdings in viel kleinerem Umfang, leben die Einwohner der Kanaren von der Bananenindustrie, anderen landwirtschaftlichen Exporten und von neuen, aus dem Tourismus entstandenen Dienstleistungsbranchen.
In den ersten Jahrhunderten nach der Eroberung durch die Spanier waren die Hauptstützen der kanarischen Wirtschaft die Zuckerindustrie und der Weinanbau. Die Zuckerproduktion, die gleich nach der Eroberung mit aus Madeira importiertem Zuckerrohr begann, ging allerdings aufgrund des starken Wettbewerbs mit Brasilien und der Karibik, die billiger produzieren konnten, bereits gegen Mitte des 16. Jh. zurück. Der Weinanbau, der im 16. Jh. seine Hochkonjunktur hatte, verfiel Anfang des 18. Jh. aufgrund von Heuschreckenplagen und Mehltaubefall, wodurch die Weinberge zerstört wurden.
Danach (1830 1870) folgte ein regelrechter Koschenilleboom, von dem sich auch ärmere Schichten eine einträgliche Zukunft versprachen. Allerdings währte dieser Traum aufgrund der Entwicklung der synthetischen Farben nur kurz.
Die Wirtschaft des Archipels war gerettet, als um 1850 der industrielle Anbau von Bananen auf den Inseln eingeführt wurde und mehr und mehr an Bedeutung gewann. Bananen wurden schließlich das Hauptexportprodukt der Inseln, und die Exportzahlen erreichten Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Doch der Konkurrenzkampf mit den Bananen aus den mittelamerikanischen Ländern war aussichtslos, und wer konnte, setzte auf eine Diversifizierung mit Tomaten, Kartoffeln, anderen Gemüsen und exotischen Früchten.
Die Bananen sind inzwischen auf dem spanischen Markt gegenüber ausländischen Erzeugern geschützt, aber der Anbau ist aufgrund von zu hohen Kosten und Wassermangel sehr unökonomisch geworden. Tomaten werden hauptsächlich zwischen November und April in großem Umfang für den Export angebaut. In den letzten Jahren hat sich auch der Anbau von Schnittblumen und Pflanzen für den Export zu einer aufstrebenden Industrie entwickelt. Getreide muss zum großen Teil importiert werden.
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Der größte Wirtschaftsfaktor Gran Canarias ist der Tourismus
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Die Bananenindustrie ist auf dem spanischen Markt geschützt
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• ANMERKUNG •
Gran Canarias Industrielandschaft wird wie auf den anderen großen Inseln des Archipels zu 80 % von der Tourismusindustrie geprägt, danach folgt die Agrarindustrie (Tomaten, Bananen, Tabak) und in einem viel geringeren Umfang die Stickerei-, Keramik- und Korbwarenindustrie.
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